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Zu Beginn des Zweiten Weltkriegs versuchte man den Goldbergbau in der Region rund um Bad Gastein zu reaktivieren. Auch im Radhausberg begab man sich im Jahr 1940 auf die Suche nach den einstigen Erzgängen, doch der gewünschte Goldsegen blieb aus. Die Bergarbeiter machten jedoch eine andere interessante Entdeckung: in einem Teil des Berges herrschten Gesteinstemperaturen bis zu 44 Grad Celsius und eine hohe Luftfeuchtigkeit. Die Arbeiter merkten bald, dass während der Arbeit in diesem Teil des Radhausberges ihre rheumatischen Beschwerden, Gelenksprobleme, Asthma und diverse Hauterkrankungen deutliche Besserungen zeigten oder ganz verschwanden. Das „Wunder" von Gastein sprach sich schnell herum, Wissenschafter aus ganz Österreich nahmen den Berg unter die Lupe. 1951 kamen sie zu dem Schluss, dass eine Behandlung im Stollensystem dem Heilwert einer Badekur gleichkommt bzw. ihn sogar übertrifft. 1952 wurde die Heilstollen Betriebs Ges.m.b.H gegründet und 1954 das erste Stollenkurhaus erbaut. Von 1970 bis 1971 wurde dieses dann erweitert, bis 1989 schließlich das Kurhaus im heutigen Bauzustand eröffnet werden konnte. Heute pilgern Kurgäste zum Böcksteiner Heilstollen, der sich sowohl zur Symptombehandlung von Erkrankungen als auch - durch die Stärkung des Immunsystems - zur Prophylaxe eignet. Ein moderner Stollenzug transportiert Erholungswillige bis zu 2,5 Kilometer in das Berginnere. Dort gelangt der Körper an verschiedenen Stationen zu seiner wohlverdienten Ruhe und Heilung. Beste Erfolge bestehen bei Erkrankungen wie Asthma, Bronchitis, Nebenhöhlenentzündungen, Heuschnupfen, rheumatischen Erkrankungen, Gelenkserkrankungen und Folgezuständen von Sport- und Unfallverletzungen des Bewegungsapparates.

(Information: Gasteiner Heilstollen, A-5645 Böckstein/Bad Gastein, Telefon: 06434/3753-0, Fax: 06434/3753-66, Mail: office@gasteiner-heilstollen.com, www.gasteiner-heilstollen.com)


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