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Der Salzburger Fürsterzbischof Markus Sittikus wurde 1612 in sein Amt gewählt und ließ sich nach eigenen Plänen ein herrschaftliches Anwesen und Lustschloss nach Vorbild italienischer Villen bauen. Als Architekten beauftragte er den Dombaumeister Santino Solari, der auch für den Neubau des Salzburger Doms verantwortlich zeichnete. Im Juni 1613 wurde mit dem Bau begonnen, der etwa zwei Jahre lang dauerte. Von der ursprünglichen Ausstattung ist heute, bis auf die prachtvollen Wandmalereien im Festsaal nach Art des Trompe l'oeil und im Musikzimmer, dem sogenannten „Oktogon", kaum noch etwas erhalten. Im Speisezimmer sind ein Ofen aus dem Jahr 1608 sowie ein Portrait des Markus Sittikus zu sehen. Als Hauptattraktion von Schloss Hellbrunn gelten heute die italienischen Wasserspiele, die der Fürsterzbischof in seinem weitläufigen Garten anlegen ließ: Wasserautomaten, das Mechanische Theater, das mit mehr als 200 Holzfiguren ausgestattet und nur von Luft und Wasser betrieben ist, sowie zahlreiche Grotten, Teiche, Brunnen und Skulpturen bilden eine zauberhafte Kulisse. Im Juli und August sind Nachtführungen durch die beleuchteten Wasserspiele möglich! Auch das Steintheater, das aus einem Steinbruch entstand, ist einen Besuch wert: hier sollen die ersten Opernaufführungen im Alpenraum stattgefunden haben, zudem zählt es zu den ersten Freiluftbühnen Europas. Ein besonderes Highlight für die jährlich etwa 250.000 Julie-Andrews-Fans, die Hellbrunn einen Besuch abstatten, ist der Original-Pavillon aus dem für Musical-Liebhaber mittlerweile zum Kultfilm avancierten „Sound of Music". Ursprünglich befand sich der Pavillon im Garten von Schloss Leopoldskron. Da er dort jedoch nicht für die Öffentlichkeit zugänglich war, verlegte man ihn - in weiser Voraussicht auf die Besuchermassen - nach Hellbrunn. Außerdem sehenswert ist das sogenannte „Monatsschlössl" auf dem Hellbrunner Berg, von dem man einen herrlichen Blick auf das Parkareal genießen kann. Angeblich wurde das Jagdschloss von Markus Sittikus im Rahmen einer Wette innerhalb von nur einem Monat errichtet. Heute befindet sich darin das Volkskundemuseum, in dem Schätze der Salzburger Volkskultur, wie Schiach-, Vogel- und Schönperchten, Bauernstuben mit Original-Bauernmöbel sowie auch diverse Wechselausstellungen zu sehen sind. Nicht nur für die kleinen Gäste spannend und interessant ist ein Ausflug in den Tiergarten Hellbrunn: zahlreiche heimische und exotische Tiere haben hier ein neues Zuhause gefunden. Als besonderes Markenzeichen des Salzburger Zoos gilt es, dass die Tiere in einem möglichst natürlichen Lebensraum zu sehen sind.

(Information: Schlossverwaltung Hellbrunn, A-5020 Salzburg, Fürstenweg 37, Telefon: 0662/820372-0, Fax: -4931, Mail: schloss.hellbrunn@stadt-salzburg.at)


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