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Die ursprüngliche Kirche, die aus dem Jahr 1329 stammt und vermutlich ein einschiffiger Saalraum mit gewölbten gotischen Chor war, dürfte 1444, als der Markt abbrannte, ebenfalls schwer beschädigt worden sein. Im Jahr 1448 erweiterte man die Kirche und fügte einen Nordturm hinzu. In dieser Form blieb die gotische Kirche, die um 1720 einen neuen Hochaltar erhielt, bis 1855. Bereits 1854 bemühte man sich in St. Johann um die Finanzierung eines Kirchenneubaues, da das alte Gotteshaus „baufällig und für die große Seelenzahl viel zu klein sei". Am 31. Mai 1855 brach in der Nähe der Kirche ein Feuer aus, welches den ganzen Markt samt Kirche und Annakapelle in ein Flammenmeer verwandelte. Nachdem im Juli schließlich auch das Gewölbe des Langhauses einstürzte, wurde 1856 der komplette Abbruch der mittelalterlichen Kirche beschlossen. Die Pläne zur neuen Pfarrkirche stammten vom Münchner Architekten Georg Schneider. Nach dem Innenausbau 1862 begann man mit dem Bau des Turms. Rasch wuchs der schwere steinerne Helm in die Höhe. Wahrscheinlich wurde damals nicht auf die längere Anbindungszeit des Kalkmörtels geachtet und man verzichtete vermutlich weitgehend auf eine nötige Armierung. Bald zeigten sich Sprünge im Mauerwerk und schließlich stürzte der neu gebaute Turm am 22. Juni 1871 ein. Der Salzburger Architekt Josef Wessiken wurde nun mit der Planung einer Doppelturmfassade beauftragt. 1874 wurde mit dem Bau begonnen, der 1876 vollendet werden konnte. Einer ersten provisorischen Ausstattungsphase (1878) folgte bis zur Jahrhundertwende die heutige Ausstattung im neugotischen Stil mit einem Hochaltar, zwei Seitenaltären, Orgel, Taufstein, Kirchengestühl und Beichtstühlen sowie einem Lourdes-Altar. Von 1965 bis 1969 erfolgte erneut eine umfassende Renovierung. 1986 entstand unter Dechant Balthasar Sieberer nach Plänen von Gernot Kulterer der neue Pfarrhof.

(Information: Tourismusverband St. Johann im Pongau, Am Hauptplatz, Ing.-Ludwig-Pech-Straße 1, A-5600 St. Johann im Pongau, Telefon: 06412/6036, Mail: info@stjohann.co.at, Internet: www.stjohann.com)


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